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Neuseeland

KIA ORA - willkommen am schönsten Ende der Welt

Die Reise führt uns ins Land der langen weißen Wolke, die Maori nennen es Aotearoa.
Neuseeland ist dünn besiedelt, es leben eine Million Einwohner auf der Südinsel und drei Millionen auf der Nordinsel. Christchurch hat einen internationalen Flughafen, ist die größte Stadt auf der Südinsel und trägt den Beinamen "Englischste Stadt außerhalb Englands".


Vor der Besiedlung gab es abgesehen von zwei Fledermausarten keine einheimischen Säugetiere. Dadurch hatte die erstaunliche Vogelwelt keine natürlichen Feinde. Charakteristische Vogelarten wie Kiwi, Kakapo oder Takahe verlernten daraufhin sogar das Fliegen, doch die Legende benennt ein wesentlich originelleres Motiv dafür: Die Schönheiten Neuseelands sind so paradiesisch, dass die Vögel die Inseln niemals verlassen wollten und deswegen ihre Flügel verkümmern ließen.
Den mit 3754 m höchsten Berg Neuseelands, den Mount Cook nennen die Maori "Aoraki", was man mit "Wolkendurchbohrer" oder „Himmelswolke“ übersetzen könnte.


Auf dem Weg nach Queenstown lohnt sich ein Stopp an der Kawarau Bridge, um beim "Bungee Jumping" zuzuschauen oder auch selbst zu springen.
Vom Touristenzentrum Te Anau aus starten große Tourenbusse mit Panorama-Glasdächern zum Milford Sound.


Auf der kurvenreichen Gebirgsstraße begegnet man Keas, dreisten und geselligen Bergpapageien.
Befahren werden die weit hinausreichenden Meerzungen des Milford Sounds mit einem Ausflugsboot, vorbei an Robbenkolonien und gewaltigen Wasserfällen.


Die Tagestouren zum abgelegenen Doubtful Sound üben seit einiger Zeit eine besonders magische Anziehungskraft aus. Berühmt geworden durch die Dreharbeiten zum „Herr der Ringe“ pilgern Besucher aus aller Welt nun in diesen weniger bekannten Sound.

Bei einem Abstecher zum ehemaligen Goldgräberstädtchen Arrowtown sieht man stilvolle, alte Häuser aus der Zeit des Goldrausches, die teilweise heute noch bewohnt sind.


In der Jade-Fabrik von Hokitika werden vom Schneiden der Jadeblöcke bis zum Polieren von Schmuckstücken alle Arbeitsprozesse vorgeführt.


Greenstone, der grüne Stein Neuseelands wird nach wie vor abgebaut und die Verarbeitung ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region.


Nur zwei Kilometer vom Ortszentrum des kleinen Urlaubsortes Wanaka entfernt wurde von einem einfallsreichen Engländer ein dreidimensionaler Irrgartens angelegt. Die meisten Touristen stolpern stundenlang hilflos durch das Labyrinth, doch leider endet jeder erfolg versprechende Pfad in einer Sackgasse. Wem das zu beschwerlich ist, der kann sich im kleinen Geschäft nebenan mit allen möglichen Puzzles- und Geduldsspielen die Zeit vertreiben und diese auch als Souvenier erwerben.

Weiter geht die Fahrt nach Punakaiki zu den berühmten "Pancake Rocks". Weiche Sandsteingebilde werden vom salzhaltigen Meerwasser der Tasman-See permanent ausgewaschen und erhielten den Namen „Pfannkuchen-Felsen“ infolge ihrer eigenwilligen Form.


Für Neuseelandreisende ein "Muß" sind die Höhlensysteme von Westport mit ihren Tausenden von Glühwürmchen, welche die Decken als "Milchstraße" erscheinen lassen.
Ausgestattet mit Stirnlampe, Helm und Neoprenanzug durchqueren die Besucher watend oder in großen Gummireifen hängend die Tropfsteinlabyrinthe.


Vor der Küste von Kaikoura tauchen regelmäßig gewaltige Pottwale auf,
doch auch unzählige Königsalbatrosse und Delfine sind zu bewundern.
Von der kleinen verträumten Hafenstadt Picton aus verläßt man die Südinsel und geht an Bord der Inter-Island-Fähre nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands.


Das Gebiet der „Marlborough Sounds“ bildet eine botanische Übergangszone zwischen Süd- und Nordinsel mit kleinen Buchten, einsamen Stränden und Vogelschutzreservaten.


Das Wellingtoner Nationalmuseum "Te Papa" zeigt eine beeindruckende Sammlung von kulturellen Objekten aus dem Südpazifik und gewährt wie fast alle Museen des Landes freien Eintritt.
Für besonders Mutige ist "White Water Rafting" auf dem Rangitikei River angesagt, eine abenteuerliche Tour mit Schlauchboten durch atemberaubende Schluchten.


Auf der selten befahrenen Naturstraße durch den sagenumwobenen Urewera Nationalpark geht die Reise in Richtung Rotorua. Sie führt zu einem neuseeländischen Töpfer, welcher im Verlauf der letzten zwanzig Jahre auf seinem Land eine kleine Eisenbahnlinie errichtet hat. Ursprünglich dazu gedacht, abgebaute Tonerde zu transportieren, hatte sich sein Lebenswerk weiterentwickelt und wird nun auch touristisch betrieben.

Die einstündige Fahrt durch den dämmrigen Regenwald ist ein absoluter Geheimtipp, den kein Reiseführer beschreibt.
Rotorua heißt nicht zu Unrecht in der Maori-Sprache "übel riechender Ort", die stinkenden Dämpfe der Schwefelfumarolen liegen überall in der Luft. Gut ausgebaute Rundwege im berühmten Whakarewarewa Thermalgebiet führen zu farbenprächtigen Sinterterassen, blubbernden Schlammtümpeln und mächtigen Geysiren.
Gleich nebenan befindet sich die Schule für Maori-Handwerkskunst.


Bei der Weiterfahrt zur Coromandel-Halbinsel durchquert man die Bay of Plenty, ein bekanntes Obstanbaugebiet, speziell der Kiwi-Frucht. Eine kleine naturkundliche Wanderung führt zu den nur noch selten vorkommenden bis zu 2000 Jahre alt werdenden Kauri-Bäumen.


Die Metropole Auckland war von 1840 bis 1865 Hauptstadt von Neuseeland und wird auch gern "Stadt der Segel" genannt, denn an den Wochenenden gleiten Tausende von Segelbooten und Motoryachten im Hauraki-Golf dahin.